Maria Roth

Herzlich willkommen in meiner Gedichtswelt.

Gedichte sozial radikal


Foto von Maria Roth.

Maria Roth / 14.01.2025

Foto von Maria Roth. Foto von Maria Roth.

Die Alte Weide

Mit Haut und Haar
mit Stumpf und Stiel
plattgemacht und weggeschafft
die Alte Weide

Umsturzgefahr!
Kurzer Prozess
Urteil und Baum
gefällt.

Einspruch
Euer Un-Ehren!

Die Alte Weide
fast 100 Jahre
Lebensraum
Medizin
für Mensch und Tier
Augenweide
Lieblingsbaum
Schnullerbaum
Freundschaftsbaum
Trauerweide
Lebensbaum

Seid ihr
ist sie
noch zu retten?

Schnell ist ein neuer Baum gepflanzt
Kein Ort für Trauer und für Tränen
Keine Zeit zum Abschiednehmen

Vergesst die Alte Weide...

nicht!


Maria Roth / 06.2021


















Rauhe Nächte

Den aufgeblas´nen Weihnachtsmännern
geht die Luft jetzt langsam aus.
Lichterketten baumeln träge,
winden sich von Haus zu Haus.
Erloschen ist der Lichterglanz.
Die Reste von der Weihnachtsgans
hat der Hund gefressen.
Der Weihnachtsbaum läßt unterdessen
seine Nadeln fallen.
Die frommen Weihnachtslieder schallen
nicht mehr über Wald und Feld.
Magisch sind die Rauhen Nächte
kalt und düster liegt die Welt.
Dunkelheit und Sonnenwende,
alte Bräuche, dunkle Mächte,
verschwiegen geht das Jahr zu Ende
bitterkalt und sternenklar.
Am Himmel steht ein Sichelmond.
Es stürmt und stürzt die Wilde Jagd
auf ihrem Flug ins Neue Jahr.


Maria Roth / 26.12.2025

Vor Urteil

Nur weil ich gern´ Kuchen und Kekse backe
bin ich noch lange kein trade wife,
nur weil ich morgens Trampolin springe
bin ich noch lang´nicht olympiareif.
Nur weil ich sonntags zur Kirche gehe
bin ich noch lange kein Christ,
sowie auch der Bastler in seiner Garage
noch lang´nicht ein neuer Bill Gates ist.
Nicht jeder Mensch der Röcke trägt
ist auch eine Frau,
nicht jedermann mit Abitur
ist besonders schlau.
Nur weil ich grüne Jacken trage
bin ich kein Polizist,
und wenn ich auf der Straße klebe
noch lang kein Terrorist!
Auch wenn sich diese Verse reimen,
Poetin bin ich nicht,
doch ich finde, meine Kekse
sind wie ein Gedicht.


Maria Roth / 30.09.2025

Zeitenwende / Zeitenende



Maria Roth / 16.10.2025

Zeitenwende

Wer hat an der Uhr gedreht
ist es wirklich schon zu spät
ist der Krieg nicht aufzuhalten
wie die vielen bösen alten
Männer lauthals plärren, schwören
das Volk mit Heldentum betören
und mit Panzern und Raketen
Geschäfte machen, die Moneten
investieren in den Krieg.
Werden reich und immer feister
rufen Sieg und werden dreister

und die Medien steigen ein
feuern an und schüren Ängste
und die Einschaltquoten steigen
kriegsfähig soll das Wahlvolk sein
und wir gewöhnen uns daran
erst an die Sprache – aber dann
glauben wir es langsam selber
das der Ernstfall kommen kann.

Und die Aktienkurse steigen
Airbus, Boing, Rheinmetall
stampft Fabriken aus dem Boden
Doch der Krieg braucht nicht nur Stahl
er braucht Menschenmaterial

Die Jungen werden eingeladen
zum Sonntagsspiel im Schützengraben
bei Kakao und Eis am Stiel
üben sie Geländespiel
Werbung für die Bundeswehr
In Schule und in Kindergarten
heiteres Beruferaten.
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?
Niemand, Niemand.
Und wenn er kommt?
Dann schießen wir!

Und eine schöne Uniform
guck, die steht dir doch enorm
gut – du siehst prächtig aus,
wir machen einen Helden aus
dir und deinen Kameraden
ihr dürft schon mal Gewehre laden.
Kriegt auch einen guten Lohn
Miete frei, wer hat das schon?
Könnt in fremde Länder reisen
eure Männlichkeit beweisen,
ist doch Abenteuer pur!!!
nur
Töten, Sterben, Blutvergießen
Bomben, Schreie, Trümmerfelder,
Landverwüsten

Wer schweigt, stimmt zu

Wehrt euch!

Maria Roth / 05.03.2025

Herbstbeginn

Pilze schießen aus dem Boden
das Laub wird bunt bevor es fällt
Panzer üben an der Grenze
den Ernstfall – und die Welt

hält den Atem an und schweiget
und der weiße Nebel steiget

über Dächer schwirren Schwalben
teilen sich das Himmelszelt
mit den Drohnen
während eine – out of control
vom Himmel fällt.

Out of control, so ist die Lage,
der Mensch hat Angst und hält sein Maul.

Vereinzelt setzen Demonstranten
auf der Straße sich zu Wehr,
der Minister macht Reklame
und verstärkt die Bundeswehr.

Bevor hier alles eskaliert
und ihr den Verstand verliert
lasst uns selbigen versaufen
A Moas kaufen, oder zwoa
Oktoberfest, Oktoberfest
o´gezapft is
so jung komma nimmer zsammn
Prosit!
          Gestorben wird später!!!

Maria Roth / 21.09.2025

Kriegs-Vokabular

Rüstungsboom – Opfermut – Heldentum – Kriegstüchtig –
Wehrhaft – Aufrüstung – humane Kosten – Spezialoperation

Wenn ich aus diesen Worten
Verse schmiede, Reime mache,
ein schönes Gedicht -
Darf ich das? Nutzt das was?
Es nutzt nichts.

Die Verse können euch bewegen
zum Nachdenken anregen
aufrütteln, ablenken, trösten, anstacheln,
zum Lachen oder Weinen bringen.

Ist der Reim auch noch so gut
nichts steigert eure Empörung, eure Wut
so sehr, dass ihr euch zusammen tut,
dass es euch von den Stühlen reißt,
dass ihr auf die Straße rennt,
die Paläste stürmt,
den Kriegstreibern das Maul verbietet.
gemeinsam und mit Mut.
Wozu also
sind Gedichte gut?

Maria Roth / 17.10.2025

Die neuesten Nachrichten

Rüstungsfirma geht an Börse
Neue Rüstungsrangliste
Aktien steigen
Merz rutscht weiter ab
Kubiki ist schockiert
Staatsbürgerschaft erschlichen
schwarze Punkte auf dem Blumenkohl
Neue Monsterbombe aus der USA
jeden Tag Tomaten essen
12 Menschen tragen Gehirn-Chips von Neuvalik
Erneuerbare Energie
mit Ökostrom den Krieg gewinnen
Zucker schadet
Drohnen über Polen
Luftgeschwader plant den Ernstfall
Klimaziele in Gefahr.....
ich geh` kotzen.....

Maria Roth / 10.09.2025

Die allerneuesten Nachrichten

Unsre Wirtschaft ist am Arsch
das wissen wir ja schon
der Aufschwung gelingt NUR
mit Waffenproduktion

Zivile Produktion wird auf Rüstung umgestellt
VW, Lufthansa, Siemens verdienen Schweinegeld
Kriegsaktien – ein Rekord
und wieder ein neuer Standort
in Lettland für Rheinmetall
Waffen für am Himmel und im All

und als nächstes muß ein Kriegsschiff her
und Sondervermögen für die Bundeswehr
Schulen, Kitas und die Infrastruktur gehen
               leer
                        aus
Deutsche Marine plant Fregatte
Rüstungskonzerne steh´n auf der Matte
wittern Auftrag und Millionen
Rüstungsboom – es wird sich lohnen.
Sie alle verdienen ein Schweinegeld
am Untergang der Welt.

Aber – sind wir nicht schon in Überproduktion?
Die Lager sind voll
und sie woll´n
nicht nur Granaten zählen
und Kanonen putzen
wer Waffen baut
will sie auch nutzen
will Krieg, braucht Krieg
sie brauchen Kriege!
Wenn viele krepieren
können sie weiter produzieren
Waffen Bomben und Raketen.

Startups stellen KI Roboter her
die versorgen das Bundesheer
an der Front
mit 300 bis 400 Essen in einer Stund`
herzhaft – nahrhaft und gesund.

Aufrüsten – Wettrüsten
Kriegstüchtig – Kriegssüchtig
                  ich Krieg Angst!!

Hat Deutschland genug Bunker?
Die Frage stellt sich
zur Sicherheit bestell´ ich
mir einen Bunker beim Discounter
heute im Angebot
bei BSSD Defence in Berlin
während 500 Soldaten und Soldatinnen
beim RED STORM BRAVO Manöver
durch Hamburg zieh´n.
Großes Tam Tam und weil keiner protestiert
werden Statisten als Demonstranten
am Straßenrand positioniert.

May day May day
Nasa empfängt Nachrichten
aus dem ALL
Trump macht Kehrtwende
in Dauerschleife
Lebenserwartung in Europa sinkt
Neue Rüstungsrate steigt
Werden Sie Teil der Bewegung
        und
               kommen Sie
                                  gut durch den Herbst!

Maria Roth / 26.09.2025

KONSUM UNSER

der du bist
geheiligt und gebenedeit sei dein Name
Gucci, Vuitton, Chanel, Armani, Rolex
den Reichen
Taco, KiK, Aldi
den Armen
so dass dein Wille geschehe
und ich willenlos werde wenn ich dich
sehe, höre, rieche, schmecke
am täglichen Überfluss lecke
und lechze nach mehr, mehr, mehr
Stille die unsägliche Gier
und vergib uns unsere Schuld
und erlasse uns unsere Schulden
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern
den Verführern, die uns in Versuchung führen
um uns zu erlösen aus
Missgunst, Habgier, Neid und Völlerei
Denn dein ist der
Reichtum, die Herrschaft, die Macht
in Überfluss und Ewigkeit Amen.

Maria Roth / 2025

Was unterscheidet uns von Tieren?
konsumieren konsumieren
in der Natur
gibt es nur
die Grundbedürfnisse
atmen essen schlafen ficken
ein Dach über´m Kopf, Freundschaft, Liebe
doch unser Herz ist leer
wir brauchen mehr
Konsum Konsum
ich brauch es nicht, ich will es haben
die Werbung verspricht mir
Glück, Status, Lust, Anerkennung, Abenteuer
Kaufen Kaufen
muss nicht mal in Geschäfte laufen
ein Klick schon ist
bestellt bei amazon
es schellt schon an der Tür
der nette Mann von DHL
schnell bringt er
den riesigen Karton
darin für mich ein kleine Glück
Lust und Befriedigung für den Augenblick
Ich brauch es nicht
ich will es haben
ich soll es haben wollen
Die Wirtschaft muss wachsen um jeden Preis
drum wird jeder Scheiß konsumiert
dabei krepiert unsre Umwelt
erstickt im Müll und Weltraumschrott
vergiftete Äcker, verseuchte Gewässer
der Fisch auf meinem Mittagstisch
der Kabeljau auf meinem Grill
garniert mit Zwiebeln und Zitrone
gefüllt mit buntem Mikroplastik es schließt sich der Kreis
ich fress meinen Müll.

Maria Roth / 04.2025

Uhu Patex Alleskleber
Frage an die Klimakleber
Warum klebt ihr euch auf der Straße und an Gebäuden fest?

Weil ihr an euren Sesseln klebt
weil ihr an eurem Wohlstand klebt
weil ihr an euren Privilegien klebt
weil ihr viel zu viele Ressourcen verbraucht

Zum Tempolimit sagt ihr Nein
das schränke eure Freiheit ein
Warmwasser für euren Swimmingpool
das findet ihr cool

Billionen für die Bundeswehr
Schulen und Krankenhäuser gehen leer aus
es fehlt an Geld und Personal

Der Reiche fliegt im Luxusjet
von Hamburg nach Berlin
am Müllcontainer sammelt Flaschen
geduckt die alte Rentnerin

Findet ihr das gerecht?
Dieses ungleiche Leben?
Da muss sich doch Jede und Jeder mit ein bisschen
Herz und Verstand
Mit uns auf die Straße kleben.

Maria Roth / 06.2023

Warum zerstört der Mensch die Wälder
obwohl er ohne Bäume nicht leben kann?


Ich will, ich will, ich will
ich brauche! Sofort!
Geld Kohle Energie

habenhabenhaben
schrei`n die 7 Raben

Der Wald wird gerodet
die Erde verbrannt
die Meere vergiftet
die Bäume gefällt

Was kostet die Welt?
Hauptsach´ gut gess
geschissen auf später!

Der Mensch ist nicht böse
nur gierig und dumm
drum dreht sich die Erde
bald ohne uns weiter
im unendlichen Weltall
befreit, friedlich und heiter.

Maria Roth / 06.2023

Wenn Du ein Gedicht privat nutzen möchtes, freut mich das.
Die gewerbliche Nutzung oder Veröffentlichung ist nur nach Absprache mit mir möglich, bitte schreibe mich an!

Verse für den Hausgebrauch


S.a.m.s.t.a.g

S ieben
a lte
M ädchen
s aßen
t raurig
a m
G elände.......
wie ihr wisst, sprach die 1. wir sind bald am Ende,
sind nicht gut zu Fuß und kein Taxi ist zu seh´n,
dabei ist Wochenende und wir wollten tanzen geh´n.
Reg dich ab, sprach die 2. red´nicht so nen Stuß,
mach die Augen auf, dahinten kommt der Bus.
Nummer 3 und Nummer 4 stiegen eilig ein,
Nummer 5 und Nummer 6 auch gleich hinterdrein.
Und die gute Nummer 7
ist sie draußen steh´n geblieben?
Nein, ganz zum Schluss
stieg auch sie in den Bus.
Der fuhr sie zum Oktoberfest
und die 7 Damen
hab´n getanzt und gelacht
haben Party gemacht
die ganze Samstagnacht.

Maria Roth / 04.10.2025

D O N N E R S T A G

Der
Otto
Neumann
Näht
Ein
Rotes
Seltenschönes
T-shirt
Aus
Gardienenstoff

Otto hat nichts anzuzieh´n
er will heut´ zum blind date geh´n
hat kein Geld sich was zu kaufen
nackig kann er auch nicht laufen
also reißt er kurzerhand
die Gardine von der Wand.
Ritsche ratsche kreuz und quer
schneidet er mit seiner Scher´
den Gardinenstoff in Form.
Zusammen näht er diese Teile
hastig, er ist ja in Eile
denn sein blind date wartet schon
im Cafe auf dem Balkon.
Eilig kommt er angerannt
sie hat ihn auch gleich erkannt
und bewundert ungehemmt
sein fröhlich farbig rot bunt Hemd.
Seit Donnerstag sind sie ein Paar
weil farbenblind sein blind date war.

Maria Roth / 09.10.2025

Foto von Maria Roth.

Entropie

Mein Zimmer das ist zugemüllt,
Papier, zerrissen und zerknüllt
mit halbfertigen Gedichten
liegt in allen Ecken,
unter Decken, Kleiderhaufen,
Motten tanzen um Klamotten.
Schmutziges Geschirr am Tisch
und ein kleiner Silberfisch....
Schokolade aufgerissen
einfach in die Eck geschmissen,
volle und auch leere Flaschen,
nicht geleerte Einkaufstaschen,
Kisten stapeln sich im Raum,
es ist kaum – Platz für die Katz.
Vom kreativen Chaos bis zur Entropie
führt ein schmaler Pfad,
den bahn´ich mir durch das Gerümpel,
leg´mich auf mein Lotterbett
faul und fett und komm´zum Schluss
dass ich um zieh´n muss!!

Maria Roth / 20.01.2026

Der Ring der Nibelungen

Auf 3Sat gab´s heut´Thementag
Opern, die ich gar nicht mag.
Heute haben sie gesungen
das hohe Lied der Nibelungen.
Ich hab´trotzdem zugeschaut,
es war blutig, bunt und laut.
Die Sopranistin tat verwöhnen
mich mit schrillen, hohen Tönen.
Gottseidank schont der Tenor
daraufhin mein wundes Ohr.
Der Bass brummt einen tiefen Ton
und dann fällt die Diva schon
zu Boden – vom eignen Schwert
durchstochen.
Der 1. Akt wird abgebrochen,
im 2. steht sie wieder auf,
das Drama nimmt jetzt seinen Lauf,
alle schreien kreuz und quer,
ein alter Sänger kommt daher
und er scheint in tiefer Trauer
ob des Dramas langer Dauer.
Im Ganzen ist er recht gelungen
dieser Ring der Nibelungen.

Nur ich vergaß bei meinem Dichten
leider meine Haushaltspflichten.
Die Linsensupp´ist angebrannt
im Topf der auf dem Herde stand.
Und so gibt es in der Not
heute Kunst und trocken Brot.

Maria Roth / 01.01.2026

Die Brombeerzeit ist jetzt vorbei
die prallen Pflaumen überreif
der Wind jagt durch die Bäume.
Die Hummeln saugen Traubenblut,
Tomaten strotzen sonnenreif
und feuerrot und platzen auf

es wachsen über Zäune
die Sonnenblumen hoch hinaus
mit leuchtend gelb Gesichtern,
tellergroß und sommersatt

es löst ein Blatt sich sanft vom Baum
tanzt taumelnd mir zu Füßen.
Der Sommer sagt Auf Wiederseh´n
der Herbst lässt grüssen.

Maria Roth / 26.08.2020

Orchester – wild – crescendo

Die Luzia spielt Klavia
Nofretete bläst Trompete
die Anette Klarinette
und wer spielt die 1. Geige?
Ich erstarre, die Gitarre
im Duett mit Saxophon
die Kalimba und die Trommel
treffen nicht den rechten Ton.
Lass dich nicht ins Bockshorn jagen
wenn die Stalinorgel brummt,
gib der Arschgeige eine Backpfeife
horch wie die Maulschelle summt.
Gefällt es dir? Komm, spiel doch mit.
Du spielst kein Instrument?
Egal, ganz einerlei.
Mach einfach mit, du wirst schon seh´n
wir bringen dir die Flötentöne bei!

Maria Roth / 05.09.2025

Worte zähmen - unvollendet

Wie schreib' ich ein Gedicht?
Worte schwirren im Kopf
tanzen wild umher
die Worte wollen sich
nicht
reimen, zähmen lassen
sich zusammen fügen
Verse schmieden
Pläne schmieden
Waffen schmieden
Jede ist ihres Glückes Schmied
Man muss das Eisen schmieden
solange es warm ist
Sie hat noch zwei Eisen im Feuer
und macht Nägel mit Köpfen
und Schwerter
zu Pflugscharen

Maria Roth / 17.09.2025

Wenn Du ein Gedicht privat nutzen möchtes, freut mich das.
Die gewerbliche Nutzung oder Veröffentlichung ist nur nach Absprache mit mir möglich, bitte schreibe mich an!

Reime für die Katz


Was meine Katze nachts so treibt,
ich werde es nie wissen.
Tagsüber schläft sie eingerollt
auf ihrem Sofakissen.
Wird nur wach zur Essenszeit,
räkelt sich und streckt sich,
stolziert mit hoch erhob´nem Schwanz
zu ihrem Katzentisch.
Was gibt’s denn heut´auf meinem Teller?
Mmmh, Hähnchenbrust, wie fein!
Schnell auf geschleckt und Fell geputzt
dann schläft sie wieder ein.

Abends hat sie ausgeschlafen,
abends will sie raus
kaum dass es draußen dunkel wird
stürmt sie aus dem Haus.
Sitzt eine Zeitlang auf der Treppe,
schaut rechts und links und um die Eck´,
Straß´rauf und runter, hin und her
und dann ist sie weg!
Verschwindet in der Dunkelheit.
Geht sie Mäuse jagen?
Trifft sie sich mit andren Katzen
zum Zanken und zum Schlagen?
Streunt sie beim Mondschein um die Häuser,
ist sie vielleicht verliebt
und auf der Suche nach dem Kater
den´s nur einmal gibt.
Ich weiß es nicht und werd´s nie wissen
was meine Katze macht,
ich hoffe sie hat ganz viel Spaß
beim Mondschein in der Nacht.

In der Morgendämmerung
kommt sie müd´ nach Haus,
schleicht zu ihrem Futternapf,
schleckt ihn hungrig aus.
Spaziert zurück zu ihrem Platz,
rollt sich schläfrig ein,
träumt von einer schönen Nacht
vom Kater und vom Mondenschein.

Maria Roth / 14.10.2025

Silvester

Das Feuerwerk hat sie erschreckt
Stella hat sich schnell versteckt
wir suchen sie im ganzen Haus
die Katze traut sich nicht mehr raus.

Wenn die lauten Böller fliegen
und die Tiere Panik kriegen
begrüßt der Mensch das Neue Jahr
mit viel Radau – hip hip hurra!
Was kümmert uns das liebe Vieh,
wir streicheln und wir essen sie.

Auch die Katze hat jetzt Hunger
kommt aus dem Versteck heraus
geht zu ihrem Katzenteller
und verspeist den Festtagsschmaus.
Endlich bist du wieder da!
Prosit, Frohes Neues Jahr!

Maria Roth / 01.01.2026

Foto von Maria Roth. Die Katze ist zu fett
hat der Tierarzt attestiert,
jetzt wird ihr Futter
radikal reduziert.

Stella sitzt vor ihrem Teller,
schaut mich fordernd an,
miaut – wo bleibt das Fressen,
was soll der Schlankheitswahn?

Ich bin kein Mannequin,
zum catwalk geh´ich in den Garten,
dort warten meine Freunde
und der Kater Bob - also hopp!
Futter her!

Teller leer,
mit hocherhob´nem Schwanz,
satt, rund und schön
stolziert sie in den Garten
wo ihre Freunde warten.

Maria Roth / 02.11.2025

Meine Katze ist ein Schätzchen
sucht sich stets ein warmes Plätzchen,
putzt sich noch und rollt sich brav
ein für ihren Mittagsschlaf.
Und so liegt sie dick und fett
kugelrund auf meinem Bett.
Meine Katze kennt sich aus,
ist die Herrin hier im Haus!
Hat sie Hunger, wird sie laut,
guckt mich an und sie miaut,
stellt sich dann in Position
vor ihren Napf: Nun gib mir schon
mein Futter – bitte sehr!
Schnell schleckt sie ihren Teller leer.
Manchmal fängt sie eine Maus,
bringt sie mir ganz stolz nachhaus´.
Das Geschenk macht mich nicht froh
doch das zeig´ ich ihr nicht so.
Unmut ist nicht angebracht
wenn sie mir eine Freude macht.
Ich streichle sie, das mag sie gern
ganz zart kann ich sie schnurren hör´n
kugelrund auf ihrem Platz,
meine Katze ist ein Schatz!

Maria Roth / 29.09.2025

Können Katzen fliegen

Meine Katze, die heißt Stella
ach, im Sommer war sie schneller,
jagte Mäuse jede Nacht
hat sie mir nach Haus´ gebracht,
ganz zerbissen, halb verdaut,
die Därme haben rausgeschaut
und der Kopf war abgekaut,
Leute, ich war nicht erbaut
früh am Morgen, nach dem Aufsteh´n
noch schlaftrunken wie im Traum
das Gemetzel anzuseh´n.
Doch jetzt ist Herbst, ihr glaubt es kaum
Stella ist wie ausgewechselt
bleibt den ganzen Tag zuhaus
schläft eingerollt im Gästebett
fängt in der Nacht nicht eine Maus
verschläft sogar die Essenszeit
eingelullt in ihren Kissen
will von der Welt gar nichts mehr wissen.
Ich mach´mir Sorgen, denke schon
sie hat ne dicke
                        schwere
                                       fette
Herbstdepression

Maria Roth / 05.09.2025

Wenn Du ein Gedicht privat nutzen möchtes, freut mich das.
Die gewerbliche Nutzung oder Veröffentlichung ist nur nach Absprache mit mir möglich, bitte schreibe mich an!

Events

18.10.2025 | Finissage der Ausstellung 'EX NEGATIVO'
Fotos kommen nach dem Auftritt.

18. - 20.07.2025 | 'Pangea in Love' Festival Ernzen
Foto Pangea Auftritt. Logo Pangea in Love

KONSUM UNSER

der du bist
geheiligt und gebenedeit sei dein Name
Gucci, Vuitton, Chanel, Armani, Rolex
den Reichen
Taco, KiK, Aldi
den Armen
so dass dein Wille geschehe
und ich willenlos werde wenn ich dich
sehe, höre, rieche, schmecke
am täglichen Überfluss lecke
und lechze nach mehr, mehr, mehr
Stille die unsägliche Gier
und vergib uns unsere Schuld
und erlasse uns unsere Schulden
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern
den Verführern, die uns in Versuchung führen
um uns zu erlösen aus
Missgunst, Habgier, Neid und Völlerei
Denn dein ist der
Reichtum, die Herrschaft, die Macht
in Überfluss und Ewigkeit Amen.

Maria Roth / 2025

Über Mich


Foto von Maria Roth.


Maria Roth
geb. 1950
Föhren bei Trier

Gedichte und Geschichten
Theater und Performance
Poetry Slam

Kontakt: ma.op-ro@web.de


Ich lass mich nicht in Reime pressen
und in keinen Vers
Ich bin divers

zum Seitenanfang
Kontakt
Impressum

copyright by Maria Roth | last update 03.02.2026 | 1698